Kantteile aus Blech | Blechzuschnitte

Kantteile aus Blech

Hochwertige Kantteile aus Blech für den Einsatz bei Konstruktionen und im Handwerk sind für eine fachgerechte Ausführung der Arbeiten an Gebäuden von wesentlicher Bedeutung. Die Herstellung erfolgt durch Zuschnitt und maßgenaue Umformung. Meist werden Bleche mit Zinkauflage unter Beachtung der Streckgrenze eingesetzt.

Verschiedenste Kantteile aus Blech für Handwerk und Konstruktion

Hochwertig gefertigte Kantteile aus Blech werden unter anderem für Randanschlüsse an Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen sowie für Ecken und Durchbrüche benötigt. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Aussteifung zur Lastabtragung bei verschiedensten konstruktiven Aufgaben. Üblich sind eine Reihe von Standardkantteilen. Das sind beispielsweise Firstbleche für außen oder innen sowie gezahnte Ausführungen. Ebenso ist die zweiteilige Firstkappe ein Standardprodukt. Variationen sind die knickgerundete Firsthaube und die Ausführung für das Pultdach. Weiterhin werden First-Wand-Anschlüsse, Rinneneinlaufbleche, Windleitbleche und Abschlussprofile hergestellt.

Es gibt verschiedenste Profilarten wie das L-, Z-, U- und Hutprofil. Für den Längs- und Querwechsel sowie Tropf- und Sockelprofile werden ebenfalls Kantteile eingesetzt. Beim Bau werden insbesondere im Innenausbau die Außen- und Innenecke sowie Einfassbleche verwendet. Im Deckenbau sind Kassetteneinfassungen und Wandanschlüsse aus Kantteilen üblich.

Was sind Kantprofile und wie erfolgt der Zuschnitt und die Verarbeitung

Kantteile sind maschinell verformte Bleche aus Materialien wie Titanzinkblech, Kupferblech, Edelstahl, Aluminium beziehungsweise verzinkten oder beschichteten Stahlblechen unterschiedlicher Stärke. Es wird Band- oder Plattenmaterial verwendet. Das Bandmaterial kommt vorwiegend in der Großserienfertigung zum Einsatz. Um Kantprofile herzustellen, werden Stahlblechtafeln in der erforderlichen Blechdicke auf die erforderliche Breite zugeschnitten. Danach wird der entstandene Blechstreifen in einer Biegemaschine unter Beachtung der Streckgrenze maßgenau umgeformt. Danach werden die fertigen Kantprofile verpackt und gekennzeichnet.

Für den Zuschnitt kommen große Tafelscheren, Schlagscheren und andere Schneidtechniken zum Einsatz. Die Maschinen sind manuell oder CNC-gesteuert und verfügen über hydraulische oder pneumatische Antriebe. Neuere Maschinen erlauben dank der CNC-Steuerung eine Schnittoptimierung, um den Abfall so gering wie möglich zu halten. Die Biegemaschinen dienen mit entsprechenden Matrizen und Stempeln zur Herstellung der gewünschten Form der Kantteile. Die Matrizen und Stempel sind austauschbar, sodass sich die Maschine den unterschiedlichsten Profilvarianten anpassen lässt. Angetrieben werden diese Maschinen weitgehend mechanisch oder hydraulisch. Die erforderlichen Winkel zum Abkanten lassen sich präzise Voreinstellen, wobei die Rückfederung des Materials mit berücksichtigt wird. Zum Schneiden und Biegen sind Maschinen bis zu über 6 m Arbeitslänge üblich, denn so lassen sich Stahlblechtafeln ohne vorherigen Zuschnitt bei langen Kantteilen bearbeiten. Eine Entgratung der gefertigten Teile ist vor dem Verpacken beziehungsweise gleich nach dem Zuschnitt teilweise erforderlich.

Sonderzubehör und Besonderheiten bei der Herstellung von Kantteilen

Beim Einsatz der Kantteile als Blech werden Antidröhn- und Fliesbeschichtungen sowie Antikondensatbeschichtungen auf den fertigen Teilen aufgebracht. Profilfüller und Dichtbänder ergänzen die Auswahl an Sonderzubehör. Zum Teil werden bestimmte Ausklinkungen gewünscht, die bei der Herstellung oder bauseits gefertigt werden können. Besonders bei Attikaabdeckungen und Traufblechen sowie allen Dachanschlüssen ist immer der genaue Dachneigungswinkel für die Herstellung erforderlich.

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