Edelstahlblech | Belchzuschnitte

Edelstahl Profile

Edelstahlbleche sind aus dem Metallbau, aus der Bauindustrie und dem Handwerk nicht mehr wegzudenken – im Gegenteil: Immer mehr innovative Einsatzbereiche fordern bessere Zuschneide- und Bearbeitungstechniken für dieses hochwertige Material.

Material und Oberflächenbearbeitung

Edelstahlbleche werden aus unterschiedlichen Stahlgüten hergestellt: aus nichtrostendem (austentitischem) Edelstahl, der unmagnetisch und unter Hitzeeinwirkung nicht härtbar ist ( 300er Serie), aus Chromstählen der 400er Serie ( ferritisch, unter Hitze nicht härtbar/ martensitisch, härtbar, korrosionsbeständig, magnetisch) und aus härtbaren Stählen (PH Grade, korrosionsbeständig).

Metallstäube, Fette und Öle entfernt man alkalisch, mit Zinkphosphat, mit Stahlkorn- oder Wüstensandbestrahlung ( dicker als 2,5 mm), dünnwandige oder Bauteile mit Oxidkanten werden gebeizt. In der Industrie hat sich das Zinkphosphatieren durchgesetzt, besonders in der Automobilindustrie als Korrosionsschutz.

Durch galvanisches (elektrochemisches) Polieren erhält der Edelstahl eine extrem glatte Oberfläche, auf der sich Schmutz und Keime nicht halten, besonders hygienisch, wird in der Medizintechnik verwendet. Die Oberfläche wird beim Keramikstrahlen von Edelstahl – ähnlich wie beim Sandstrahlverfahren -mit Keramikpartikeln beschossen. Die Edelstahloberfäche wird verschleissfest und kratzunempfindlich.
Beim Pulverbeschichten wird eine Schicht Polyester-Pulverlack eingebrannt, so entsteht eine widerstandsfähige Schicht. Alternativ ist die kathodische Tauchlackierung (KTL), bei der das Bauteil mit einer umweltfreundlichen Grundierung ( frei von Schwermetallen) beschichtet wird. Anschließend wird sie in einem KTL-Trockenofen eingebrannt, es entsteht ein homogener Film, der lösemittel- und korrosionsbeständig, gegen Säuren und Laugen resistent ist. Er lässt sich auch in kleinen verwinkelten Hohlräumen aufbringen, das wird in der Automobil-, Nutzfahrzeug- und Landmaschinenindustrie geschätzt. Die KTL-Beschichtung trotzt der Seewitterung und wird im maritimen und Offshore-Bereich eingesetzt.

Zuschnitttechniken

Die häufigsten Zuschnitttechniken für Edelstahlblech sind der Sägezuschnitt, der Laserblechzuschnitt und das Wasserstrahlschneiden. Am meisten wird das Laserstrahlschneiden angewandt, mit dem eine präzise Schnittqualität erzielt wird. Das Abrasiv-Wasserstrahlschneiden ist eine Alternative zum Sägen und Lasern. Dem Hochdruckwasserstrahl werden als Abrasiv Granat- oder Korundteilchen beigemengt und beschleunigt, sie verrichten die Abtragearbeit an schwer zu bearbeitenden Stahlblechen. Das werkstoffschonende Schneiden bis zu 20-25 mm Dicke verursacht geringe Schnittfugenbreite, keine Verhärtungen, Risse oder Verfärbungen und ist umweltfreundlich.

Weitere Blechbearbeitungsverfahren

Manuelles und maschinelles Entgraten nach dem Zuschneiden, Schweißen, Glühen, Bohren, Fräsen, Drehen, Abkanten – sind alles Arbeitsgänge, die bei Stahlkonstruktionen zur Anwendung kommen. Aber die Umformmöglichkeiten von Edelstahlblechen durch Stanzen, Ziehen, Pressen und Biegen sind genau so wichtig. Stanz- und Biegeteile sind z. B. Kupplungsringe für Automatikgetriebe sowie Haltebügel und Befestigungsteile für den Bau.

Komplizierte Folgeverbundteile, wie Schließbügel, Halterungen für Wärmetauscher und Luftfilter, Blenden für Scheinwerfer für Autos und Befestigungsteile für die Luftfahrt werden fertigfallend hergestellt, Ziehteile sind beispielsweise Gehäuse und Rahmen für Autoscheinwerfer, Schutzbleche, Wasserkästen für Wärmetauscher, Abdeckkappen für Türschließer, Getriebegehäuse für Fenster. Reflektoren, Lampenfassungen, -träger, Blenden, Halterahmen und Zierringe, Ölfilterventile, Einstiegsleisten für Autotüren, Ladekanten für Kofferraum, Bau- und Fensterbeschläge, Möbelscharniere. Sie kommen im Aussen- sowie Küchen- oder Feuchtraumbereich, in der Umformtechnik und im Maschinen- und Werkzeugbau, in der Energie-, Meß- und Regeltechnik zum Einsatz.

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