Blech schneiden | Blechzuschnitte

Blech schneiden mit Laser

Werkstoff Blech: auf den Schnitt kommt es an

Der Werkstoff Blech bietet aufgrund seiner Beschaffenheit eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Für die Trennung von Blech bieten sich verschiedene Techniken an. Für den richtigen Zuschnitt sorgen schnell und präzise Licht, Wasser oder Wärme: Laserschneiden, Wasserstrahlschneiden und Autogen- bzw. Brennschneiden. Alle Verfahren zum Blech schneiden haben Vor- und Nachteile.

Licht: Das Laserschneiden: hoch präzise

Im Jahr 1960 hat der Physiker Theodore Maiman aus aus gebündeltem Licht einen Laserstrahl geschaffen. Heute dient der Laser in vielen Lebensbereichen – auch in der Industrie, z.B. beim schneiden von Blech. Als äußerst präzise und rationell hat sich das Verfahren des Laserschneidens etabliert.

Eine Laserschneidemaschine setzt sich aus der Laserstrahlquelle, der Laserstrahlführung und der Fokussieroptik als wesentliche Elemente zusammen. Die Fokussieroptik bündelt den Laserstrahl und schafft so die nötige Intensität. Es können mit diesem thermischen Trennverfahren zwei- und dreidimensionale komplexe Umrisse – wirtschaftlich auch für kleinere Auftragsvolumina – herausgearbeitet werden. Auch die hohe Materialnutzung und die sauberen, oft nacharbeitungsfreien Schnittkanten machen das Verfahren sehr beliebt.

Gegen die Vorteile gilt es die Nachteile abzuwiegen: hohe Anlagekosten, umfangreicher Arbeitsschutz und hoher Elektronenenergieeinsatz machen das Verfahren aufwändig.

Wasser: Das Wasserstrahlschneiden – Erfolg mit einfachen Mitteln

Vom ersten Einsatz eines einfachen Wasserstrahls beim Schürfen in Kies und Ton um 1900, bis zur ersten Wasserstrahschneideanlage vergingen ungefähr 70 Jahre. Mit einer niedrigeren Schnittgeschwindigkeit stellt das Wasserstrahlschneiden eine Alternative zum Laserschneiden dar. Die Wasserstrahlschneidemaschine bringt Wasser, das mit abrasiven Körnchen, dem Abrasiv, versetzt ist, mit hohem Druck auf die Materialoberfläche des Werkstoffs auf. Der hohe Abrasivwasserdruck von bis zu 6000 bar, einer Austrittsgeschwindigkeit von bis zu 1000 Meter pro Sekunde und der langsame Vorschub schaffen einen sauberen Schnittkanal. Im Unterschied zum Laserschneiden kann das Wasserstrahlschneiden auch zum trennen bzw. schneiden von gehärtetem Stahl und Blech benutzt werden.

Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Schnittgenauigkeit aus und ist auch für die 3D-Bearbeitung geeignet. Durch die hohe Geschwindigkeit des Wasseraustritts entstehen allerdings Schalldrücke von bis zu 120 Dezibel.

Wärme: Das Brennschneiden – alte und bewährte Technik

Das sogenannte Brennschneiden, eine Arbeitstechnik, die sich bereits im Jahr 1901 Thomas Fletcher patentieren ließ, ist auch unter den Namen Oxy-Acetylen-Schneiden und Autogenschneiden bekannt. Bei diesem thermochemischen Verfahren erhitzt eine Heizdüse mit einem Brenngas-Sauerstoffgemisch das Werkstück auf Zündtemperatur. Sodann wird die Schneiddüse geöffnet und unter hohem Druck tritt der reine Sauerstoff aus und oxidiert das Metall. Das Blech verbrennt im Sauerstoffstrom, was bedeutet, dass die Entzündungstemperatur unter der Schmelztemperatur des Werkstücks liegen muss. Die sogenannte Schneidschlacke wird vom Sauerstoffstrahl aus der Schneidfuge geblasen und es entsteht ein sauberer Schnitt. Trotz der oben erwähnten Möglichkeiten des Laserschneidens und des Wasserstrahlschneidens gibt es zum Brennschneiden bei einer Werkstoffdicke bis 200 Millimeter keine Alternative.

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